Basilikum

Ocimum basilicum L.

 

Volkstümliche Namen: Basilienkraut, Königskraut, Schmöckkraut

Fam.: Lippenblütler

Anwendung in der Heilkunde: bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen

 

 

 

Das Basilikum ist eines der bekanntesten Gewürzpflanzen. Ursprünglich im tropischen Asien und Indien heimisch, wird das Basilikum heute (und seit dem Altertum) in unterschiedlichen Zuchtvarianten in Gärten, auf Balkonen oder in kleinen Töpfen in der Küche weltweit kultiviert. In den warmen Ländern wird es zudem feldartig angebaut. Bereits zur römischen Kaiserzeit war das Basilikum eine beliebte Gewürz- und Heilpflanze. Es gehört zu den wichtigen Gewürzpflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Wie alle Lippenblüter, zeichnet sich das Basilikum durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus.

Basilikum als Gewürzpflanze
Als Gewürz kommen die Basilikumblätter zum Einsatz. Sie werden vor der Blüte frisch gepflückt (paarweise von oben nach unten) und gleich verwendet oder bald eingefroren. Bei einer Trocknung der Blätter geht hingegen sehr viel Aroma verloren.

Es ist eines der am meisten verwendeten Küchengewürze, besonders der italienischen Küche. Vor allem zu Salaten, Nudelgerichten, Soßen, Käse oder Füllungen passt es sehr gut. Zudem ist Basilikum ein Bestandteil des „Pesto alla Genovese – Basilikum-Pesto“. Als Gewürz kann es gut mit Majoran gemischt werden. Basilikum wird nie mitgekocht, sondern (um das Aroma zu erhalten) erst am Ende des Kochvorgangs hinzu gegeben. Basilikum schmeckt angenehm würzig bis pfeffrig.

Basilikum als Arzneipflanze
Basilikum ist keine typische Arzneipflanze und besitzt nur schwache Heilwirkungen. Durch seinen Gehalt an ätherischen Ölen (z.B. Estragol, Cineol und Linalool) wirkt Basilikum verdauungsfördernd, krampflösend und blähungsmindernd. Je nach Herkunft kann die Menge und Zusammensetzung an ätherischen Ölen stark schwanken. Als Tee aufgebrüht kann es nervenberuhigend wirken.

Neben den ätherischen Ölen sind noch Gerbstoffe und Terpene im Basilikum enthalten. Volkstümlich wurde Basilikum gegen Verdauungsbeschwerden und zur Entwässerung eingesetzt.

 

Rezept

Basilikumschnaps

 

24 frische Basilikumblätter und die Schale einer nicht behandelten Zitrone (ganz dünn, nur das Gelbe, abschälen) mit 1 Liter Doppelkorn in einem großen Einmachglas ansetzen und 3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen.Nicht der direkten Sonnenbestrahlung aussetzen. Er würde sonst seine schöne grüne Farbe verlieren.Weitere 2 Wochen im Keller ruhen lassen und dann filtrieren.

Hat eine herrlich grüne Farbe und ist als Digestif sehr bekömmlich.

(Der Digestif: alkoholisches Getränk nach dem Essen zur Verdauungsförderung.)

 

Wem dass zu hart ist, kann nach eigenem Ermessen mit Zucker süßen. Vorzuziehen ist hierbei ungebleichter Rohzucker oder Kandis.